Zum Inhalt springen
lehrr planrDoku

Dokumentation Lehrkräfte

Für Lehrkräfte

Wer sofort loslegen will, findet die Kurzfassung in der Anwendung selbst unter /hilfe.


1. Was ist planr#

planr beantwortet eine Frage, die man als Lehrkraft mehrmals täglich stellt: Was ist als Nächstes dran, und woher weiß ich, dass es noch aufgeht?

Ein Jahresplan auf Papier beantwortet sie am 20. August. Ab der ersten ausgefallenen Stunde beantwortet er sie falsch, und niemand merkt es, bis im Februar zwei Einheiten fehlen. planr rechnet nach: Es kennt die echten Termine der Lerngruppe aus dem Stundenplan und dem Schulkalender, es kennt die Stundenfolge, und wenn eine Stunde ausfällt, schiebt es den Stoff nach.

Drei Dinge liegen deshalb an einer Stelle:

  • Die Jahresplanung - welche Einheit wann, wie viele Doppelstunden, wo liegen die Klassenarbeiten.
  • Die Stundenplanung - Thema, Stundenziel, Verlauf mit Phasen, Material, Hausaufgabe.
  • Der Rückblick - was tatsächlich lief, was ausfiel, ob das Ziel erreicht wurde.

planr ist kein Klassenbuch und keine Notenverwaltung. Es führt keine Schüler.

Was festgelegt ist#

Fach, Schulart und Jahrgang sind es nicht. Das Fach ist ein Textfeld, die Schulart kommt im Datenmodell gar nicht vor, der Jahrgang läuft von 5 bis 13. Wer Deutsch in einer siebten Klasse plant, benutzt dieselben Felder.

Zwei Dinge liegen wirklich fest. planr rechnet in Doppelstunden - eine Zeile im Stundenplan ist eine Doppelstunde, der Block meint 1./2., 3./4., 5./6. oder 7./8. Stunde. Und das Bundesland ist eine Konstante: mitgeliefert sind die Rahmenpläne Mathematik und Physik MV und der Notenschlüssel Sek I M-V. Der Schulkalender liegt dagegen in der Datenbank und wird eingetragen, der A/B-Rhythmus ist eine Einstellung mit drei Werten.

Am Fach hängen genau zwei Kopplungen: Der Experimente-Katalog kennt nur Physik, drillr nur Mathematik. Beide sind optional.

Geschärft wurde planr an einem einzigen Fall - Mathematik und Physik am Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern.


2. Vier Grundsätze#

Reihenfolge ist didaktisch fix, das Datum nicht#

Die Stundenfolge einer Lerngruppe steht: erst Terme, dann Gleichungen, dann die Klassenarbeit. Was sich verschiebt, ist das Datum. Fällt der Dienstag aus, rutscht alles dahinter einen Termin weiter - automatisch, ohne dass jemand eine Liste umschreibt.

Klassenarbeiten wandern nicht mit. Sie hängen an einem Ankerdatum, weil sie angekündigt sind und in der Fachschaft abgestimmt. Drückt nachgeschobener Stoff über eine Arbeit hinaus oder aus dem Schuljahr heraus, gibt es eine Warnung statt einer stillen Verschiebung.

Soll entsteht beim Vorbereiten#

Nicht als Jahres-Baseline im August, sondern in dem Moment, in dem die Stunde wirklich vorbereitet wird. Beim Eintragen der Planung wird festgehalten, für welchen Tag die Stunde damals vorgesehen war. Genau dagegen wird später gemessen.

Ein Plan vom August misst gegen einen Wunsch, ein Soll von letzter Woche gegen eine Absicht.

Keine erfundenen Zahlen#

Wo Daten fehlen, steht das ausdrücklich da. Ohne Rückmeldungen zeigt die Grobplanung keinen Rückstand an - sonst sähe jede Lerngruppe nach Rückstand aus, obwohl nur ein Haken fehlt. Ein Lernstand aus einem Viertel der Klasse ist Scheingenauigkeit und wird nicht als Aussage verkauft. Ein Materialstapel unterscheidet zwei Arten von "nichts offen": alles vorbereitet, und gar kein Material erfasst. Das eine ist ein Ergebnis, das andere eine Lücke.

Dieselbe Regel gilt für Kopplungen: Ist der Experimente-Katalog nicht erreichbar, steht dort "gerade nicht erreichbar - die Vorschläge fehlen deshalb, nicht weil es keine gäbe". Ein nicht angeschlossener Rückkanal sieht sonst aus wie ein leerer.

Lerngruppe ist Snapshot-autonom#

Wird eine Lerngruppe aus einer Vorlage angelegt, bekommt sie eine Kopie: Blöcke, Meilensteine, Anforderungen. Ändert sich die Vorlage später, wirkt das nicht rückwirkend. Eine Vorlage ist ein Ausgangspunkt, kein Vertrag - und mitten im Schuljahr will niemand, dass sich der Jahresplan der 9d ändert, weil jemand die Fachschaftsvorlage angefasst hat.

Dasselbe Prinzip gilt beim Weitergeben einer Vorlage an eine Kollegin: Sie bekommt eine Kopie, danach laufen beide auseinander.


3. Planungsebenen#

Ebene 0: Rahmenplan#

Was das Land vorgibt, je Fach und Jahrgang: Themen mit Kompetenzen und Stundenrichtwert. "Terme und Gleichungen, ca. 40 Stunden." Der Rahmenplan gehört niemandem, er gilt - er ist in planr geteilt und wird nicht von Hand bearbeitet.

Ebene 1: Vorlage#

Hier steht die eigentliche Arbeit: die Übersetzung des Rahmenplans in einzelne Doppelstunden, aus dem Lehrwerk, dem schulinternen Fachcurriculum oder aus Erfahrung. Aus "40 Stunden Terme" werden zwanzig Zeilen mit eigenem Titel - Wiederholung, Minusklammer, Distributivgesetz, Ausklammern.

Eine Vorlage gilt je Fach und Jahrgang ("Mathe 9") und wird jahrelang wiederverwendet. Sie trägt außerdem die Meilensteine (Klassenarbeit, Test, Lernerfolgskontrolle, Versuch) und die Mindestanforderungen je Arbeit.

planr prüft dabei die Deckung: Welches Thema des Rahmenplans führt keine einzige Stunde, welches liegt unter seinem Richtwert. Gezählt wird in Unterrichtsstunden - Rahmenpläne rechnen so, planr plant in Doppelstunden.

Ebene 2: Kurs#

Die Vorlage auf dem echten Kalender: Stundenplan der Lerngruppe, daraus alle Termine des Schuljahres, daraus die Stundenfolge mit Datum. Ab hier beantwortet planr die Frage, die den Rest trägt - was ist am nächsten Termin dran.

Der Kurs ist die Ebene, auf der umgeplant wird: Eine Einheit bekommt eine Doppelstunde mehr, eine Klassenarbeit rutscht eine Woche, eine Stunde wird eingeschoben oder herausgenommen. Das ändert nur diesen Kurs.

Ebene 3: Stunde#

Thema, Stundenziel, Vorwissen, Differenzierung, Hausaufgabe, der tabellarische Verlauf mit Phasen (Dauer, Sozialform, Inhalt, Arbeitsauftrag im Wortlaut) und das Material. Danach die Rückmeldung: gehalten oder ausgefallen, Ziel erreicht, teilweise oder nicht, dazu eine Reflexion.


4. Funktionen#

Übersicht#

Die Startseite hat einen Umschalter zwischen Feinplanung (die Frage des Tages) und Grobplanung (die Frage des Halbjahres). Feinplanung ist der Standard, die Wahl bleibt im Browser stehen.

Feinplanung zeigt von oben nach unten:

  • Das Stundenraster der Woche, blätterbar: Blockzeilen mal Wochentage, je Kachel Lerngruppe, Raum und ein Farbpunkt. Ferien und Feiertage sind schraffiert, der heutige Tag trägt eine Marke.
  • Nachzutragen - Stunden, deren Termin vorbei ist und die weder als gehalten noch als ausgefallen eingetragen sind. Zwei Knöpfe je Zeile, die jüngsten zuerst. An die Stunde von gestern erinnert man sich noch, an die vom letzten Monat nicht.
  • Deine nächsten Stunden - die nächsten sechs Doppelstunden über alle Lerngruppen, aus einem Fenster von 21 Tagen. Gehaltenes und Ausgefallenes fällt raus: Die Liste beantwortet "was ist noch vorzubereiten".
  • Deine nächsten Klassenarbeiten - die nächsten fünf Leistungserhebungen, mit Abstand und Stand des Anforderungs-Formulars. Wochenangabe statt Tagesdatum: Eine Arbeit liegt in einer Woche, das genaue Datum entsteht erst mit der Stundenplanung.
  • Dein Material - was für die kommenden drei Wochen noch zu kopieren oder hochzuladen ist, mit denselben Haken wie an der Stunde.

Grobplanung zeigt die Zeitschiene: alle Lerngruppen übereinander, August bis Juli, eine Zeile je Kurs, ein Balken je Einheit in ihrer Farbe. Ein Balken bricht ab, wenn die Einheit wechselt oder die Ferien dazwischenliegen - die Lücke ist die Auskunft, dass dort nicht unterrichtet wird. Links steht Vorsprung oder Rückstand in Doppelstunden, gerechnet aus geplant bis heute gegen zurückgemeldet. Ausgefallene Stunden zählen als erledigt: Sie sind nicht nachzuholen, der Plan schiebt sich weiter.

Kurs#

  • Übersicht - die Einheiten als Bänder auf der Jahresachse.
  • Einheiten - je Einheit ihre Blöcke, Meilensteine, der Zeitraum und die Doppelstunden. Plus und Minus an jedem Block ändern seine Länge, nur für diesen Kurs. Weicht die Summe von der Stundenfolge ab, steht das als Hinweis oben, statt versteckt zu werden.
  • Ferienabschnitte - was jeder Abschnitt zwischen zwei Ferien hergibt und was darin liegt. Der eigentliche Befund ist die Naht: eine Einheit, die über die Ferien reißt, wird danach halb neu begonnen. planr bewertet, es verteilt nicht um - welche Einheit Zeit abgeben kann, ist eine didaktische Frage.
  • Stunden - die Stundenfolge mit Nummer, Datum, Thema, Stundenziel, Material und Verzug. Zwischen zwei Zeilen lässt sich eine Doppelstunde einschieben oder herausnehmen. Klassenarbeiten bleiben liegen, wo sie liegen.
  • Stundenplan - die Termine im Wochenraster, änderbar. Fällt ein Termin weg, an dem schon Unterricht eingetragen ist, wird abgelehnt und die Daten werden genannt.
  • Chat - planr aus dem Gespräch bedienen, siehe unten.

Stunde#

Der Stundenkopf steht als Text da und klappt erst auf "Bearbeiten" ins Formular: Eine geplante Stunde wird oft gelesen und selten geändert. Der Titel selbst ist anklickbar. Leere Angaben stehen als eine Zeile ("Noch offen: Differenzierung, Hausaufgabe") statt als vier graue Überschriften.

Darunter der Verlauf als Tabelle. An jedem Arbeitsauftrag steht ein "kopieren", und über der Tabelle eins für alle Aufträge der Stunde - je mit ihrer Phase darüber, weil in Canva jede Folie einzeln entsteht.

Material hängt an der Stunde: Titel, Typ, wahlweise ein Link oder eine hochgeladene Datei (bis 50 MB, privat gespeichert und nur für den Besitzer abrufbar). Zwei Haken statt eines "erledigt", weil es zwei Handgriffe an zwei Orten sind: kopieren am Kopierer, hochladen am Rechner. Welche Haken ein Typ kennt, entscheidet planr - ein Merkheft wartet nie auf einen Upload, ein Experiment wird weder kopiert noch hochgeladen, eine Präsentation nicht kopiert.

Folien: planr liefert, Canva gestaltet#

planr baut das Gerüst einer Stunde - Reihenfolge, Überschriften, Aufträge, Merksätze, Sprechernotizen. Der Knopf "Präsentationen in Canva" lädt eine HTML-Datei herunter, die dort über Uploads eingelesen wird. In Canva kommen die Bilder dazu, dort wird gestaltet, dort läuft die Stunde am Beamer.

Es gibt bewusst keinen Rückweg. Was in Canva entsteht, bleibt dort; planr behält den Textstand als das, was er ist - die Vorlage, aus der es losging.

Drei Regeln, die aus dem Vergleich mit 27 wirklich gehaltenen Präsentationen stammen: Keine Lehrerplanung an der Wand (Lernziel- und Ablauffolie sind gestrichen), kurze Überschriften ("Parabeln" statt "Parabeln (6/6) + Scheitelpunktform quadratischer Funktionen"), kurze Aufträge (erster Satz groß, Nebenbedingungen klein darunter).

Die Präsentationsansicht in planr bleibt für den Timer: Er nimmt seine Minuten aus den Phasen und übersteht das Zurückblättern.

Leistungserhebungen#

Vier Arten: Klassenarbeit, Test, Lernerfolgskontrolle, Versuchsdurchführung mit Protokoll. Klassenarbeit und Lernerfolgskontrolle stehen am Ende einer Einheit, Test und Versuch liegen frei darin - der Versuch am Experiment, das mitten in der Einheit steht.

An jeder Arbeit hängen Mindestanforderungen mit Anforderungsbereich (I bis III). Hängt ein Korrekturauftrag aus checkr daran, kommen die Befunde je Anforderung zurück: trägt, wackelt, Lücke - nach dem Notenschlüssel MV. Gespeichert wird nur die Kennung des Auftrags, keine Ergebnisse.

Die Versuchsnote je Halbjahr ist eine Fachschaftsabsprache, keine Regel über Schulfächer: Ein Kurs gilt als versuchspflichtig, wenn in seiner Planung mindestens ein Versuch steht. Die Prüfung rechnet auf der Stundenliste und zählt ausgefallene Termine nicht mit - dort hat niemand experimentiert.

Vertretungsplan#

Trägt man die ICS-Adresse des Schul-Vertretungsplans ein, gleicht planr sie bei jedem Aufruf der Übersicht gegen den eigenen Stundenplan ab. Fünf Arten von Befund: Raumänderung, Verlegung, Ausfall, Zusatzstunde, Aufsicht.

Gespeichert wird davon nichts. Der Plan sagt, was geplant ist; was wirklich war, sagt die Rückmeldung. Ein Ausfall, den planr sich selbst einträgt, wäre eine Behauptung über eine Stunde, bei der niemand war - der Knopf am Befund macht daraus eine Rückmeldung, mit einem Menschen dazwischen.

Vertretung und dauerhafte Abweichung sind zweierlei. Trägt der Plan seine "Geändert!"-Marke, gilt die Abweichung für diesen einen Tag. Fehlt sie, sagt der Plan der Schule dauerhaft etwas anderes als der eigene Stundenplan - dann zieht planr Raum und Block selbst nach und protokolliert jede solche Änderung in den Einstellungen. Alles, was Termine verschiebt, bleibt beim Menschen.

Wo eine Stunde wirklich stattfindet, steht als eigene Kachel im Raster ("vorgezogen aus 7./8."). Eine Verlegung nur am alten Platz durchzustreichen sagt, wo die Stunde nicht ist.

Zusammenarbeit#

  • Freigabe-Links (/freigabe): Ein Link auf den Jahresplan als Kalender, ohne Konto lesbar, wahlweise für einzelne Lerngruppen. Der Umfang lässt sich später ändern, ohne den Link neu zu verschicken. Widerrufen geht über ein Flag, nicht durch Löschen - so bleibt nachvollziehbar, wer wann Zugang hatte.
  • Vorlagen weitergeben: Adressiert an eine E-Mail, nicht an ein Konto - man gibt etwas an einen Menschen weiter, den man kennt, und der hat vielleicht noch keins. Angenommen wird es als Kopie.
  • Planungsfreunde (/vergleich): Der Gegenweg. Man lädt jemanden ein, den eigenen laufenden Stand zu sehen; erst beim Bestätigen entscheidet der Zeigende, welche Kurse er hergibt. Ohne Bestätigung passiert nichts. Gegenseitigkeit entsteht durch eine zweite Einladung in die andere Richtung. Die Vergleichsseite legt alle Kurse auf dieselbe Jahresachse und zeigt "Wo steht wer" - aber nur für Kurse mit gleichem Fach und Jahrgang.

Was ein Link und was ein Planungsfreund nie sieht, abgesichert durch Tests: Klassenprofil, Lernstände, Reflexion, Hausaufgabe, Material, Phasen, checkr-Verknüpfung.

Zettel#

Ein schwebender Knopf auf jeder Arbeitsansicht, frei verschiebbar. Weil er dort sitzt, wo der Fehler passiert, schickt er den Pfad gleich mit - aus "irgendwo beim Speichern" wird /klasse/3/stunde/12. Fehler und Wünsche werden getrennt geführt, es gibt eine Antwortspur je Eintrag.

Der Zettel ist die einzige Stelle in planr ohne Besitzfilter, und das ist Absicht: Ein Fehlerzettel, den jeder nur für sich führt, ist keiner. Löschen darf nur der Melder - das ist der Unterschied zwischen "ist erledigt" und "war nie ein Thema".

planr aus dem Chat bedienen#

planr lässt sich vollständig aus einem Modell bedienen, das MCP spricht - 27 Werkzeuge, 15 lesend, 12 schreibend.

In Claude Code:

claude mcp add --transport http planr https://deine-planr-adresse/api/mcp --header "Authorization: Bearer planr_..."

Den Schlüssel legt man unter Einstellungen -> Schnittstellen-Schlüssel an. Er erscheint genau einmal.

Lesen läuft durch, Schreiben wird gefragt. Vor jedem schreibenden Werkzeug hält der Chat an und zeigt alle Argumente im Klartext. Bei Stundenplänen und Vorlagen gibt es zusätzlich einen zweistufigen Weg: entwurf gibt in Klartext zurück, was planr verstanden hat, und erst mit dessen Prüfsumme schreibt uebernehmen. Dazwischen gehört ein Mensch, der liest - ein Modell liefert plausiblen Unsinn, und aus "9d, Di 1./2." wird sonst unbemerkt ein Mittwoch.

Auf der Kursseite gibt es denselben Katalog als eingebauten Chat. Details in docs/mcp.md.


5. Kopplungen#

planr ist eins von mehreren kleinen Programmen, die miteinander reden. planr plant und steuert.

SystemRichtungWas passiert
drillr (Aufgabengenerator)schreibendTägliche Übung zur nächsten Stunde erzeugen - aus dem aktuellen Thema plus Auffrischung. planr sagt drillr dabei, was die Klasse schon hatte, sonst zöge der Generator Stoff des kommenden Jahres heran.
selbr (Lernplattform der Schüler)beidesplanr liest Vorwissen und Lernstand der Kohorte, setzt umgekehrt den laufenden Lernfokus und stellt Hausaufgaben mit Frist.
checkr (Korrektur)beidesDie Kennung des Korrekturauftrags hängt an der Klassenarbeit; zurück kommen Klassenwerte je Anforderung, keine Zeile je Kind.
merkr (Klassenbuch auf dem iPad)beidesplanr gibt die Stoffverteilung als Soll heraus; zurück kommt, was wirklich lief - und welche Themen der Übung gewackelt haben.
prüfr (Arbeiten bauen)lesendDie Anforderungen einer Arbeit.
Experimente-KataloglesendJe Themenblock die passenden Schülerexperimente aus der Sammlung, mit Geräten, Fundort und Sicherheitshinweis. Vorgeschlagen, nicht verknüpft - wer eins einplant, trägt es als Material ein.
Vertretungsplan der SchulelesendICS-Kalender, siehe oben.
CanvaExportHTML-Download als Foliengerüst.

Wiederholungssignale#

Der Rückweg aus dem Unterricht. Nach der Stunde tippt man in merkr an, welches Thema der Übung Probleme gemacht hat. Ein solches Signal geht jeder Rechnung vor, auch dem Lernstand aus selbr - dort hat jemand zugesehen, wie es nicht ging.

Es klingt auf zwei Wegen ab: erledigt, sobald sein Thema wieder auf einem Blatt stand, und verfallen nach sechs Wochen. Sechs Wochen überstehen die Ferien, schleppen aber den September nicht bis in den Juni.

Hausaufgaben in selbr#

Man trägt eine Zahl ein ("acht Aufgaben") und wahlweise einen Satz für die Klasse. Alles andere weiß planr schon: die Kompetenzen aus dem Themenblock, den Tag der Stunde als Beginn und den nächsten Unterrichtstermin als Frist.

Erledigt ist gemessen, nicht angekreuzt - selbr zählt die richtigen Versuche in diesen Kompetenzen seit der Stunde.

Das Feld steht nur da, wo es ankommt: Die Lerngruppe muss in selbr geführt sein und der Themenblock muss selbr-Kompetenzen tragen. Ohne beides bewirkte die Zahl nichts.


6. Datenschutz#

planr hat keine Schülerdaten#

Das ist im Datenmodell durchgesetzt, nicht nur behauptet: Es gibt keine Schülertabelle. Was aus checkr zurückkommt, sind Klassenwerte je Anforderung. Was in selbr gezählt wird, bleibt in selbr. Namen führt allein merkr, und merkr liegt auf dem iPad statt auf einem Server.

Fremde Konten bekommen die heiklen Felder gar nicht#

Drei Felder laden dazu ein, etwas über einzelne Kinder zu schreiben: Klassenprofil, Reflexion nach der Stunde und Hausaufgabe. Für fremde Konten gibt es sie nicht - nicht ausgegraut, nicht schreibgeschützt, sondern nicht vorhanden.

Die Rollen nach DSGVO folgen der Sachherrschaft, nicht der Vereinbarung. Eine Klausel "jede Lehrkraft ist selbst verantwortlich" ändert nichts daran, dass der Betreiber mindestens Auftragsverarbeiter ist, sobald personenbezogene Daten in seiner Datenbank liegen. Dann bräuchte es einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit jeder Schule, technische und organisatorische Maßnahmen und die Zustimmung jeder Schulleitung - für ein Werkzeug, das unter Kollegen weitergereicht wird, ist das kein gangbarer Weg. Was hilft, ist, die Daten gar nicht erst zu bekommen.

Wo die Daten liegen#

Anwendung und Funktionen in Frankfurt (fra1), Datenbank in eu-central-1. Der Umzug aus den USA lief bewusst, bevor das erste fremde Konto entstand: Mit fremden Konten lägen Namen und E-Mail-Adressen anderer Lehrkräfte in Virginia.

Was der Betreiber sieht#

Ein Betreiber mit Datenbankzugang kann technisch alles lesen. Das steht ausdrücklich in den Nutzungsregeln (/regeln) - die Kontrolle zu verschweigen wäre selbst der Verstoß. Dazu kommen Datenschutzerklärung, Impressum und ein Verarbeitungsverzeichnis nach Art. 30.

Kontrolle über die eigenen Daten#

Unter Einstellungen liegen Datenexport und Konto löschen. Die Löschung kaskadiert durch alle Tabellen: Wer sein Konto löscht, löscht seine Planung.


7. Häufige Fragen#

Muss ich jede Stunde zurückmelden? Nein, aber ohne Rückmeldung lebt die halbe Auswertung nicht. Der Abschnitt "Nachzutragen" auf der Übersicht ist dafür gebaut: zwei Klicks je Stunde, sammelt sich über alle Lerngruppen.

Eine Stunde ist ausgefallen - muss ich den Jahresplan anpassen? Nein. "Fiel aus" eintragen genügt, der Rest rechnet sich. Klassenarbeiten bleiben auf ihrem Termin; wird es dort eng, warnt planr.

Ich brauche eine Doppelstunde mehr für ein Thema. Auf der Einheiten-Seite des Kurses am Block auf Plus klicken. Das ändert nur diesen Kurs, nicht die Vorlage und nicht die Parallelklasse. Alternativ auf der Stundenliste eine Stunde einschieben - sie erbt Einheit und Thema der Vorgängerin mit dem Zusatz "(zusätzlich)".

Kann ich Stundentitel von Hand ändern? Ja, im Stundenkopf oder direkt an der Überschrift. Achtung: Wer die Stundenfolge neu erzeugt, setzt von Hand geänderte Titel zurück. Der Hinweis steht am Knopf, der das tut. Dauerhaft gehören Titel in die Vorlage.

Warum steht bei Klassenarbeiten "ab 7. Sep" statt eines Datums? Weil eine Arbeit in einer Woche liegt. Das genaue Datum entsteht erst mit der Stundenplanung. Eine Woche zählt bis Freitag als laufend.

Warum sehe ich bei manchen Kursen keine Hausaufgaben-Zahl? Weil dort keine ankäme: Entweder ist die Lerngruppe nicht in selbr geführt oder der Themenblock trägt keine selbr-Kompetenzen. In Physik gab es das Feld anfangs nirgends, seit dem 21.08.2026 sind die neun Physik-Themen gemappt.

Kann ich planr ohne die anderen Programme benutzen? Ja. Jede Kopplung ist optional und fällt still aus, wenn sie nicht konfiguriert ist - mit einem Unterschied: Nicht konfiguriert und ausgefallen werden getrennt angezeigt.

Was passiert, wenn ich eine Vorlage lösche, aus der Kurse entstanden sind? Nichts. Blöcke, Meilensteine und Anforderungen sind Kopien in der Lerngruppe. Genau dieser Fall war einmal ein Fehler und ist seit dem 21.08.2026 behoben.

Wie lösche ich einen Kurs? Am Ende der Kursseite, zugeklappt, mit abgetipptem Kursnamen. Was verloren geht, steht daneben - an einem Kurs hängen bis zu achtzig ausgearbeitete Doppelstunden. Freigabe-Links über genau diesen einen Kurs werden dabei widerrufen, nicht gekürzt: Ein Link mit leerer Kursliste bedeutet "alle Kurse" und würde sonst schlagartig weiter statt enger.

Kann ich Dateien in planr ablegen? Ja, seit dem 26.08.2026: bis 50 MB je Datei, privat gespeichert. Jeder Abruf läuft über planr und prüft den Besitz - die rohe Speicheradresse antwortet ohne Anmeldung mit 403. Angezeigt wird im Browser nur, was nichts ausführen kann (PDF und Bilder); alles andere kommt als Download zurück.

Läuft planr auf dem Tablet? Ja. Unter 1024 px gibt es statt der Seitenleiste eine Kopfzeile mit den beiden Hauptwegen. Textfelder wachsen mit ihrem Inhalt, und das Kopieren der Arbeitsaufträge ist genau für den Fall gebaut, dass Markieren mit dem Finger nicht funktioniert.